Eatglobe Eatglobe

Bewässerung mit Grauwasser ist OK

Aufbereitetes, gebrauchtes Wasser hat nicht mehr Bakterien als Frischwasser

Quelle:: Ben-Gurion University and USDA

Bewässerte Tomaten
Bewässerte Tomaten

Brauchwasser wird in mehrere Kategorien unterteilt. Blaues Wasser ist sauberes Süßwasser aus Flüssen und Stauseen, das als Trinkwasser verwendet wird. Weiterhin gibt es grünes Wasser (aufgefangenes Regenwasser), Grauwasser, das zum Wäschewaschen, Spülen und Baden verwendet wurde, und Schwarzwasser, Abwasser aus Toiletten, für das es keine weitere Verwendung gibt.

Landwirte in den USA bewässern ihre Felder zu 80% mit blauem Wasser. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass Grauwasser ebenfalls weiterverwendet werden kann, wenn es von Chemikalien, Nahrungspartikeln und Reinigungsmitteln gereinigt wird.

Bewässerung mit Regenwasser, oder grünem Wasser, in Pajaro Valley, Kalifornien
Bewässerung mit Regenwasser, oder grünem Wasser, in Pajaro Valley, Kalifornien
USDA/ Flickr

Wissenschaftler untersuchten mehr als ein Jahr lang zwei Testgruppen. Eine der Gruppen verzehrte Früchte, die mit Grauwasser bewässert wurden, die andere Früchte, die mit Trinkwasser bewässert wurden.

Die Teilnehmer wurden wöchentlich auf Gesundheitsprobleme untersucht. Dabei entdeckten die Forscher keine zusätzlichen Magen-Darm-Beschwerden durch aufbereitetes Grauwasser.

Interessanterweise waren die Teilnehmer, die mit Grauwasser bewässerte Früchte verzehrten, sogar in einer besseren gesundheitlichen Verfassung als solche, die Obst und Gemüse verzehrten, das mit blauem Wasser bewässert worden war. Der Grund hierfür ist jedoch unklar.

Sprinkleranlage eines Landwirtschaftsbetriebs, Marion County, Florida, USA
Sprinkleranlage eines Landwirtschaftsbetriebs, Marion County, Florida, USA
NRCS Oregon/ Flickr

Die Forscher unterzogen das Grauwasser außerdem einer mikrobiologischen Analyse. Dabei stellte sich heraus, dass die Anzahl der Bakterien in aufbereitetem Grauwasser mit der Anzahl in Leitungswasser nahezu identisch ist. Aufbereitetes Wasser stellt also kein zusätzliches Gesundheitsrisiko dar.

Diese Erkenntnisse sind besonders für Gegenden mit starkem Wassermangel von großer Bedeutung. Sie zeigt, dass Wasseraufbereitung für Bewässwerungszwecke einfacher ist als bislang angenommen.EIn 

Kläranlage in Portland, Oregon
Kläranlage in Portland, Oregon
Eli Duke/ Flickr

Creative Commons Licence Der Text dieses Artikels kann frei verwendet werden, sofern Eatglobe als Quelle angeführt wird. Die Fotos können nicht benützt werden, außer jene, die mit Wikimedia verlinkt sind.