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Auslaufsicherer Becher für Astronauten

Mit diesem neuen Weltraumbecher müssen Astronauten nicht mehr aus Strohhalmen trinken

Quelle:: NASA and Encyclopaedia Britannica

ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti nimmt einen Schluck Espresso aus dem Space Cup
ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti nimmt einen Schluck Espresso aus dem Space Cup

Im Weltraum, wo die Mikrogravitation, oder Schwerelosigkeit, das Verhalten von Flüssigkeiten beeinflusst, können sogar alltägliche Tätigkeiten wie das Trinken zu einer Herausforderung werden.

Besatzungsmitglieder einer Raumstation müssen daher mit einem Strohhalm aus versiegelten Beuteln trinken.

Die US-Weltraumbehörde NASA versucht nun, eine Lösung für diese Unannehmlichkeit zu finden.

Gemeinsam mit dem Unternehmen für Technologieentwicklung IRPI führt die NASA Experimente mit neartigen Bechern durch, die die Rolle der Schwerkraft nachahmen.

Eine Lieferung an NASA von sechs Space Cups, zum Zweck der Untersuchung von Kapillargetränken, Januar 2015
Eine Lieferung an NASA von sechs Space Cups, zum Zweck der Untersuchung von Kapillargetränken, Januar 2015
Andrew Wollman/NASA

Es handelt sich um sogenannte "Kapillargetränke", da das Experiment auf der Kapillarkraft beruht.

Diese bewirkt, dass Flüssigkeit sich entgegen der Schwerkraft in engen Räumen bewegt. Dies kann man zum Beispiel beobachten, wenn Wasser von den Fasern eines Handtuchs aufgenommen wird.

Die Becher wurden bereits mit einer Reihe von Getränken getestet, von einfachem Wasser oder Saft bis hin zu komplexeren Flüssigkeiten wie Kakao, Kaffee, Espresso und Früchtesmoothies.

Den NASA-Wissenschaftlern ging es unter anderem darum, den Besatzungsmitgliedern die Freude zu bereiten, wie auf der Erde trinken zu können.

Besatzung der NASA-Expedition 19 an Bord der Internationalen Raumstation. Die Astronauten trinken Wasser, das durch die neue Recyclinganlage der Station wiederaufbereitet wurde.
Besatzung der NASA-Expedition 19 an Bord der Internationalen Raumstation. Die Astronauten trinken Wasser, das durch die neue Recyclinganlage der Station wiederaufbereitet wurde.
NASA/Flickr

 

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