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Erdrutsch in Jademine in Myanmar

Mindestens 113 Tote nach tödlichem Erdrutsch am frühen Samstagmorgen. Viele weitere Menschen werden vermisst, die Rettungsarbeiten laufen

Quelle:: AP

Menschen suchen nach Minenarbeitern, die durch den Erdrutsch im Jademinengebiet bei Hpakant getötet wurden, 22. November 2015
Menschen suchen nach Minenarbeitern, die durch den Erdrutsch im Jademinengebiet bei Hpakant getötet wurden, 22. November 2015

Um 3 Uhr nachts (Ortszeit) ereignete sich in nahe der Jademinen in Hpakant, einer Stadt in der nördlichen Kachin-Region in Myanmar, ein riesiger Erdrutsch. Noch ist unklar, wodurch die Lawine ausgelöst wurde. Es gab mindestens 113 Tote und 100 Menschen gelten als vermisst. Sein schlechter Ruf scheint den Mittelpunkt des Jadegewerbes in Myanmar einzuholen.

Ein Soldat steht Wache, während Rettungsarbeiter nach Minenarbeitern suchen, die durch den Erdrutsch im Jademinengebiet bei Hpakan im Norden Myanmars verschüttet wurden, 
23. November 2015
Ein Soldat steht Wache, während Rettungsarbeiter nach Minenarbeitern suchen, die durch den Erdrutsch im Jademinengebiet bei Hpakan im Norden Myanmars verschüttet wurden,
23. November 2015
EPA

Soldaten, Polizisten und Freiwillige bergen auch zwei Tage später noch Leichen aus dem Geröll. Der Unfall geschah, als ein 60 Meter hoher Hügel aus Erde und Abfällen mitten in der Nacht über 70 behelfsmäßigen Hütten schlafender Minenarbeiter zusammenbrach.

Soldaten und Rettungsarbeiten bergen die Leiche eines Minenarbeiters, der durch den Erdrutsch im Jademinengebiet bei Hpakant getötet wurde, 22. November 2015
Soldaten und Rettungsarbeiten bergen die Leiche eines Minenarbeiters, der durch den Erdrutsch im Jademinengebiet bei Hpakant getötet wurde, 22. November 2015
EPA

Ursprünglich wurde berichtet, bei den Toten handele es sich zum Großteil um Männer, die den Abfall nach Jade durchsucht hatten, um sie zu verkaufen. Doch heute Morgen kamen Informationen über den Tod der Arbeiter ans Licht.

Menschen suchen nach Minenarbeitern, die durch den Erdrutsch im Jademinengebiet bei Hpakant getötet wurden, 22. November 2015
Menschen suchen nach Minenarbeitern, die durch den Erdrutsch im Jademinengebiet bei Hpakant getötet wurden, 22. November 2015
EPA

In Hpakant wird hochwertige Jade abgebaut. Das Gewerbe brachte letztes Jahr einen Gewinn von 29 Milliarden Euro, von dem vor allem ehemaligen militärische Machthaber Myanmars zufloss, so ein Bericht der Organisation Global Witness.

Jademarkt in Mandalay, Myanmar, 24. November 2014
Jademarkt in Mandalay, Myanmar, 24. November 2014
Guillén Pérez/Flickr

Die Stadt selbst ist von Armut und veralteter Infrastruktur geprägt, sowie regelmäßigen Stromausfällen und vielen Heroinabhängigen.

Ausserdem hat führt der Jadebergbau dazu, das sich Hkapant in ein gefährliches Brachland verwandelt, in dem Dutzende von Minenarbeiten auf der Suche nach kleinen Stücken Jade im Abfall verletzt oder getötet werden.

Untersuchung der Qualität eines Jadesteines auf dem Jademarkt in Mandalay, 6. April 2015
Untersuchung der Qualität eines Jadesteines auf dem Jademarkt in Mandalay, 6. April 2015
EPA

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