Eatglobe Eatglobe

Erdrutsch in Shenzen

Eine illegale Aufschüttung von Bauschutt und Erde ist in Shenzhen in sich zusammengestürzt. 81 Menschen werden vermisst.

Quelle:: DPA, EPA and Radio Free Asia

Ein Teil der zusammengestürzten Fabrikgebäude, die unter dem Erdrutsch begraben wurden, Shenzhen, 22. Dezember 2015
Ein Teil der zusammengestürzten Fabrikgebäude, die unter dem Erdrutsch begraben wurden, Shenzhen, 22. Dezember 2015

Am Sonntag, dem 20. Dezember, ist über einem Gewerbegebiet in der chinesischen Stadt Shenzehn eine hundert Meter hohe Aufschüttung von illegal deponierter Erde und Bauschutt in sich zusammengestürzt.

Die erste Leiche wurde am 22. Dezember aus der zum Teil 10 Meter hohen Schicht aus Schlamm und Schutt geborgen. Es werden noch mindestens 81 Menschen vermisst. Viele Menschen, darunter Kinder, wurden außerdem ins Krankenhaus eingeliefert.

Ein 3.000 Mann starkes Team von Rettungsarbeitern und Helfern taten während der kritischen ersten 72 Stunden nach der Lawine ihr Möglichstes, um den Opfern zu helfen.

Rettungsarbeiter suchen nach dem Erdrutsch in Shenzehn in zusammengestürzten Fabrikgebäuden nach Vermissten, 22. Dezember 2015
Rettungsarbeiter suchen nach dem Erdrutsch in Shenzehn in zusammengestürzten Fabrikgebäuden nach Vermissten, 22. Dezember 2015
EPA

Ein Sprecher bezeichnete die Katastrophe als "mehr als nur ein Erdrutsch", da 33 Gebäude, darunter 14 Fabriken, zwei Bürogebäude, eine Kantine, drei Wohnheime und 13 Flachbauten unter Schutt und Erde begraben wurden.

Desweiteren explodierte ein 400 Meter langer Abschnitt einer Gasleitung. Die Versorgung in anderen städtischen Gebieten, wie zum Beispiel das angrenzende Hong Kong, wurde unterbrochen.

Rettungsarbeiter in zusammengestürzten Fabrikgebäuden, die mittags unter einem Erdrutsch begraben wurden, Shenzhen, 20. Dezember 2015
Rettungsarbeiter in zusammengestürzten Fabrikgebäuden, die mittags unter einem Erdrutsch begraben wurden, Shenzhen, 20. Dezember 2015
EPA

Die tödliche Mülldeponie lagerte Erde und Schutt, der in den vergangenen zwei Jahren durch intensive Baumaßnahmen in der Region entstanden ist.

Auch nachdem die Deponie offiziell ihre Höchstkapazität erreicht hatte, lieferten LKWs weiterhin regelmäßig Schutt und Bodenaushub dort ab. 

Kurz vor dem Erdrutsch waren bereits 1.500 Anwohner auf die Warnung von Experten hin evakuiert worden. Experten warnten, die Aufschüttung sei zu steil und instabil. Ohne diese Maßnahme wäre die Zahl der Opfer beträchtlich höher.

Creative Commons Licence Der Text dieses Artikels kann frei verwendet werden, sofern Eatglobe als Quelle angeführt wird. Die Fotos können nicht benützt werden, außer jene, die mit Wikimedia verlinkt sind.