Eatglobe Eatglobe

Fische haben Gefühle

Ein Team internationaler Wissenschaftler hat emotionales Fieber bei Zebrafischen in Todesgefahr nachgewiesen

Quelle:: Autonomous University of Barcelona

Zebrafisch
Zebrafisch

Forscher aus Barcelona, Stirling und Bristol haben nachgewiesen, dass Fische entgegen der allgemein verbreiteten Ansicht auf externe Reize mit Emotionen reagieren.

Diese Reaktion äußert sich in emotionalem Fieber, also einer leichten Erhöhung der Körpertemperatur in Stresssituationen. Dieses Phänomen wurde bisher nur bei Säugetieren, Vögeln und Reptilien beobachtet.

Sensorische Integration im Mittelhirn eines Zebrafisches
Sensorische Integration im Mittelhirn eines Zebrafisches
NICHD/Flickr

Die neue Studie zeigt, dass die Körpertemperatur von Zebrafischen sich bei Todesgefahr um zwei bis vier Grad erhöht. 

Die Wissenschaftler sind sich einig: Die Ergebnisse zeigen, dass Fische Emotionen haben. Doch bedeutet dies auch, dass Fische ein Bewusstsein haben? Über diese Frage herrscht Uneinigkeit.

Ein Zebrafisch schwimmt durch Algen
Ein Zebrafisch schwimmt durch Algen

Manche Forscher sind der Ansicht, dass das kleine einfache Gehirn von Fischen und ihr geringes Verhaltensrepertoire keinen Raum für ein Bewußsein lassen.

Andere wiederum weisen auf Strukturen im Fischgehirn hin, die denen von Säugetieren ähneln. Bei Säugetieren sind diese Strukturen an Lernfähigkeit, räumliches Gedächtnis und Emotionen gekoppelt.

Bei aller Uneinigkeit ist jedoch eines klar: Als "kalter Fisch" muss sich niemand mehr bezeichnen lassen.

Zebrafischschwarm
Zebrafischschwarm
NICHD/Flickr

Creative Commons Licence Der Text dieses Artikels kann frei verwendet werden, sofern Eatglobe als Quelle angeführt wird. Die Fotos können nicht benützt werden, außer jene, die mit Wikimedia verlinkt sind.